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  • AutorenbildBritta Mahler

#9: Lösungsorientierung im Coaching

Im Coaching arbeiten wir mit unseren KlientInnen auf einer "timeline" von der Gegenwart aus in die Zukunft. Was bedeutet das aber für die mitunter herausfordernden und für die Coachees durchaus aktuell problematischen Themen. Der Blick in die Vergangenheit bleibt kurz!

Wir klären hier

  • den Unterschied zwischen problem- bzw. lösungsorientiertem Ansatz,

  • den Vorteil, den das lösungsorientierte Coaching hat

  • und wie Du Dir ein lösungsorientiertes Kurzzeitcoaching vorstellen kannst.


Generell lässt sich sagen, dass ein problemorientierter Ansatz auf die Vergangenheit fokussiert ist, während lösungsorientiertes Arbeiten immer in die Zukunft weist.


In der Problemorientierung wird das vorhandene Problem von allen Seiten beleuchtetet, analysiert, wird überlegt, warum es entstanden ist, welche Faktoren in der Vergangenheit dazu geführt haben. Durch diesen Blick sieht der Klient, die Klientin keinen Ausweg, steckt fest und findet keine Lösung des aktuellen Anliegens. Außerdem lässt das (zu) gründliche Blicken auf die Ursachen die im Coache liegenden Ressourcen und Chancen der eigenen Veränderungsmöglichkeiten außer Acht.


In einem lösungsorientierten Ansatz ist der Blick stets von dem IST Zustand der Gegenwart in die Zukunft gerichtet. Von Beginn des Prozesses an konzentriert sich der Coach auf die Lösung und hält den Umgang mit dem Problem klein, ja man braucht es eigentlich gar nicht, um die Lösungsschritte zu erarbeiten. Mit einem Abstand vom Problem lässt sich viel leichter ein Weg zu einer guten Lösung finden. Diese zu erreichen fordert den Blick auf die Ressourcen des Klienten, der Klientin, ebenso auf bereits vorhandene Ausnahmen und auf eine freie Gestaltung der Zukunft, die der Coachee selbst kreieren kann.

Lösungsorientiertes Denken fokussiert sich immer auf das Ziel, das die Klienten anstreben möchten; mit den ersten Ideen zur Lösung machen sie sich auf den Weg, dieses zu erreichen.


Die lösungsorientierte Kurztherapie ist nach Auskunft über Wikipedia "eine spezielle Art der Gesprächstherapie, die von den Psychotherapeuten Steve de Shazer und Insoo Kim Berg 1982 erstmals vorgestellt wurde. Sie geht von dem Standpunkt aus, dass es hilfreicher ist, sich auf Wünsche, Ziele, Ressourcen, Ausnahmen vom Problem zu konzentrieren anstatt auf Probleme und deren Entstehung. Dieser Therapieansatz verbreitete sich in den letzten Jahren auch in andere Bereichen wie dem Coaching," und ist dort als "Lösungsorientiertes Kurzzeitcoaching" bekannt. An dieser Stelle vielen Dank an die Coachingbande, die mir dieses Coachingtool mit ihrer Fortbildung nochmal sehr verständlich und umfassend vermittelt hat.


Für eine Sitzung, die mit dem Ansatz des lösungsorientierten Kurzzeitcoachings arbeitet, sind die folgenden drei Grundprinzipien wesentlich, an denen sich der gesamte Prozess orientiert.

  1. „Repariere nicht, was nicht kaputt ist!“

  2. „Finde heraus, was gut funktioniert und passt – und tu mehr davon!“

  3. „Wenn etwas trotz vieler Anstrengungen nicht gut genug funktioniert und passt – dann höre damit auf und versuche etwas anderes!“

Nicht das Verstehenwollen des Problems, sondern die Sicht auf das, was bereits (früher) ein bisschen besser in Richtung Lösung funktioniert hat, steht bei dieser Art des Coaching im Fokus. Entweder findet man diese Dinge heraus und versucht sie zu verstärken; wenn nicht, lässt man davon ab und versucht sich an neuen Lösungsideen. Der Fokus liegt eindeutig auf der Lösung für die Zukunft.

Du bist neugierig geworden?

Entdecke auch meine anderen Blog-Beiträge aus der zweiten Runde:




Lass Dich inspirieren und probiere das Coaching einmal aus!

Die ersten Beiträge findest Du auf #1: Mein AHA!-Blog;

die zweite Runde startet mit #6: hello-again !


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